Veröffentlicht am 1. Februar 2025 · CoinTaxReporting

Bitcoin steuerfrei verkaufen – So funktioniert die 1-Jahres-Haltefrist

Das Haltefristprivileg ist einer der größten Steuervorteile für Krypto-Anleger in Deutschland. Wer Bitcoin oder Ethereum länger als ein Jahr hält, kann Gewinne steuerfrei realisieren – aber es gibt wichtige Details zu beachten.

Was ist die Haltefrist?

Gemäß § § 23 EStG sind Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen steuerfrei, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung mehr als ein Jahr liegt. Diese Regel gilt für Privatanleger – nicht für gewerbliche Händler.

Wie wird die Haltefrist berechnet?

Die Haltefrist beginnt am Tag nach dem Kauf und endet am Tag des Verkaufs. Genauer gesagt wird nach Datum und Uhrzeit berechnet:

Bei mehreren Käufen desselben Assets wird die FIFO-Methode angewendet: Die zuerst gekauften Einheiten gelten als zuerst verkauft – inklusive ihrer jeweiligen Haltefrist.

Was passiert bei Staking?

Hier gibt es eine wichtige Ausnahme: Wer Kryptowährungen stakete und dafür Rewards erhielt, musste bis 2021 eine verlängerte Haltefrist von 10 Jahren beachten (§ 23 Abs. 1 Nr. 2 Satz § 4 EStG a.F.). Das Bundesfinanzministerium hat diese Auslegung inzwischen weitgehend aufgegeben – aktuell gilt für die gestakten Token (nicht die Rewards) weiterhin die 1-Jahres-Frist.

Häufige Fehler bei der Haltefrist

Praktisches Beispiel

Anna kauft Bitcoin in drei Tranchen:

Am 15.02.2024 verkauft sie 0,5 BTC für 25.000 €.

Nach FIFO gilt das erste Paket (Kauf 01.01.2023) als verkauft – Haltedauer: 13,5 Monate – steuerfrei. Gewinn: 13.000 € – aber keine Steuer!

Was gilt in anderen Ländern?

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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zur allgemeinen Information und stellt keine Steuerberatung dar. Für individuelle Steuerberatung wende dich an einen zugelassenen Steuerberater.